Japan – Hakuba

Japan – Hakuba

Ja, diesmal hatte ich sowas wie Urlaub. Mein Sensei hatte mir erlaubt an einem Ausflug des internationalen Office für int. Studenten teilzunehmen, sodass ich für 3 Tage unterwegs war. Wobei 1 Tag alleine dafür nur für die Reise drauf ging. Unser Ziel war das Tal Hakuba (mit dem gleichnamigen Dorf Hakuba) in den japanischen Alpen. Und für was? Natürlich zum Skifahren, wenn es auch nur kurzer Natur war. Viele Bilder von den Skifahrten im Gebiet Tsugaike habe ich nicht, dafür aber so einige andere. Was mich allerdings besonders gefreut hatte, war endlich wieder Schnee zu sehen, das brauche ich einmal im Jahr. Und was für eine Menge Schnee ich gesehen habe! 2-3 m Höhe war jetzt nicht unbedingt selten. Wunderschöne Landschaften waren auch dabei. Was übrigens mir besonders deutlich geworden ist (was ich aber vorher schon wusste und auch an anderer Stelle schon geschrieben habe), dass Japan hauptsächlich aus Bergen besteht, welche eher selten bebaut werden und daher sich alles zumeist in den Tälern zusammendrängt. Das führt auch dazu, dass selbst riesige Täler trotzdem total zugebaut sind. Und nun die Bilder.

Auf unserem Hinweg wurden wir auch verpflegt und es gab ein Ekibento. Ein Bento ist wie schon mal vereinfacht erklärt eine Mahlzeit zum Mitnehmen (quasi wie eine Lunchbox) wobei die Speise selber nicht festgelegt ist, nur die Darreichungsform. Zumeist in einer Box oder boxartig. „eki“ bedeutet Bahnhof, zusammen macht das ein Bahnhofsbento. Diese kann man (logischer Weise) an den Bahnhöfen kaufen und können durchaus dann Spezialitäten aus den entsprechenden Provinzen enthalten. Außerdem erlangen manche auch japanweite Berühmtheit. So wie das Ekibento welches wir erhalten haben. Das ich mir schon wieder nicht den Namen und Provinz merken konnte, bitte ich um Verzeihung. Den Tontopf konnten wir als Omiyage (Geschenk) behalten.

Außerdem besuchten wir auf unserem Weg auch das Schloss Matsumoto, eines der nationalen Kulturschätze. Da während der Meji-Restauration vieles zerstört wurde, ist hauptsächlich nur noch das Hauptschloss (so was wie ein Bergfried) übrig. Es soll sehr beeindruckend sein, wenn auch noch Schnee auf den Dächern liegt, so wie an diesem Morgen. Dieser war aber leider bei unserer Ankunft mittags dann schon geschmolzen.

Auf unserem Weg hielten wir auch auf einem Rastplatz, wo wir diesen zugefrorenen See sehen konnten. Dieser war aber schon am tauen, was auf dem Rückweg (2 Tage später) deutlich wurde, da er dann komplett eisfrei war.

 

Und nun einige wenige Bilder direkt von der Piste. Da ich selber das letzte Mal vor ca. 11 Jahren Skigefahren bin, hatte ich mich selber als Anfänger betitelt und auch den Kurs mitgemacht. Ich war aber überrascht wie viel ich noch konnte oder schnell wieder erlernte (nicht das ich vorher ein Profi war), sodass ich schnell meine eigenen Dinger auf den (Anfänger-)Pisten gedreht habe. Wäre der Ausflug länger gewesen, wäre ich auch noch auf die mittelschweren gewechselt, aber ein Tag reicht dafür nicht.

 

Hier war ich dann kurz unter dem Gipfel, da es auch hier eine Anfängerroute nach unten ins Tal gibt.

Ich war hier mit zwei von meiner Gruppe und einem unserer begleitenden Senseis den wir zufälliger Weise beim Aufstieg getroffen haben, leider haben wir auch da oben einen anderen von uns getroffen, der da gar nichts zu suchen hatte. Der hatte sich selbst total überschätzt, aber runter geht’s nur mit den Skiern.  Da wir ihn nicht alleine lassen konnten, ist er mit uns runter und hat uns nicht nur verlangsamt, sondern auch so einige Probleme verursacht. Zum Unglück hat dann noch einer von uns einen Unfall gehabt, sodass er dann mit einer Notevakuierung per Schneemobil ins Tal gebracht wurde. Es war zumindest kein offener Bruch soweit ich das durch meine Erste Hilfe beurteilen konnte und später im Hotel habe ich erfahren, dass glücklicher Weise nur die Kniescheibe rausgesprungen ist (soweit ich das auf Japanisch verstanden habe). Naja, danach machten wir uns auf den Abstieg, da aber die ganze Rettung lange gedauert hatte, die Stimmung der anderen zwei Anfänger gelitten hat, wir teilweise wegen Wolken nur Sicht von 10-15 Metern hatten (was ich ziemlich cool fand, da ein Blizzard oder Sturm fehlte was es wirklich erschwert hätte) und es dann währenddessen langsam dunkel wurde, brauchten wir sehr lange. Sensei und der eine vorweg und ich als letzter mit unserem Problemkind. Irgendwann wurden dann auch die Lifte geschlossen und bald kamen auch die Pistenpatrols um zu überprüfen ob noch irgendjemand auf den Pisten ist. Ich hatte aber eine schöne Unterhaltung in einem japanisch/englisch Mix mit einem der Patrols. Tja, zu der Zeit verlor ich dann auch irgendwie meine Vordergruppe…. Da der Patrol auch die Probleme meines Begleiters bemerkte, hatte er dann auch zwei Taxis geordert. Wir sind dann also mit den Schneemobilen ins Tal gebracht worden. Ich muss schon sagen, es war schon etwas cool mit denen mit Vollspeed, im dunklen und tlw. schlechten Sichtverhältnissen zu fahren. Ich hätte auch sehr gerne die Abfahrt alleine beendet, aber zum einen wollte ich die Patrols nicht weiter in Anspruch nehmen und zum anderen war Sicherheit hier die beste Wahl, bei beginnender Dunkelheit und schlechter Sicht eine (noch) unbekannte Route zu nehmen ist nicht unbedingt schlau. Außerdem wusste ich nicht wie lange ich noch brauchen würde. Mit dem Mobil haben wir auch ca. 10 Minuten gebraucht. Auf dem Weg nach unten haben wir dann auch unsere Vordergruppe gesucht, aber wir konnten sie nicht finden. Diese wurde später gefunden, die haben irgendwie die Route gewechselt ohne es zu merken.  Der ganze Unfall hat natürlich den Spass getrübt, auch, dass ich die Route nicht beenden konnte. Vielleicht kann ich das irgendwann nochmal nachholen. Am nächsten Tag bin ich morgens dann nicht nochmal auf die Piste, da nur die Profis von unserer Gruppe nochmal auf die Skier sind und der Rest nicht. Alleine dann auf die Piste wollte ich nicht. Also habe ich dann einen größeren Spaziergang gemacht und auch schöne Landschaften gefunden und Bilder gemacht, wobei ich mir nun wohl endlich mal eine neue Kamera besorgen müsste (daher sind die meisten Bilder nur Smartphonequalität….). Mittags ging es dann auch wieder zurück nach Shizuoka.

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